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Friedrich Wilhelm und Außenpolitik

Friedrich Wilhelm und Außenpolitik

Friedrich Wilhelm und Brandenburg-Preußen erlangten in Europa einen wohlverdienten Ruf und Friedrich Wilhelm wurde ein sehr gefragter Verbündeter. Brandenburg-Preußens militärischer Ruf war 1688 so, dass Friedrich Wilhelm und dann Friedrich I. ihre Verbündeten auswählen und auswählen konnten. Die Ironie ist, dass ihr Militär nach 1660 nie wirklich auf die Probe gestellt wurde - aber sein Ruf blieb sehr solide.

Friedrich Wilhelm verfolgte eine Intrigenpolitik zwischen Frankreich und Österreich. Friedrich Wilhelm hatte keine Liebe zu Ludwig XIV. Und das Bündnis zwischen Brandenburg-Preußen und Frankreich während des Dreißigjährigen Krieges war eine reine Annehmlichkeit gewesen. Friedrich Wilhelm schämte sich nicht, ein Bündnis anzuprangern, wenn es seinen Absichten entsprach. Selbst als er sich dafür einen Namen machte, wollten ihn andere Staaten immer noch als Verbündeten.

Friedrich Wilhelm hatte eine Hassliebe zu Frankreich. Im Jahr 1672 verbündete er sich mit Holland, das Frankreich als Hauptkonkurrent in Westeuropa ansah, und im Jahr 1674 fiel er in das Elsass ein, was die Franzosen als direkte Bedrohung für ihn angesehen hätten. Frederick William hatte mit Mark und Cleves in Westeuropa zwei strategische Stützpunkte, um Männer aus seiner Armee unterzubringen.

Im Jahr 1679 kehrte Friedrich Wilhelm jedoch wieder zu Ludwig XIV. Zurück, nachdem er erfolglos versucht hatte, Pommern aus Schweden zu holen. Dieser Misserfolg ließ Frederick William sich isoliert fühlen, und eine Bindung an Frankreich erleichterte diese Sorge - auch wenn sie nur vorübergehend sein sollte. Die Armee von Frederick William nahm enorme Geldsummen auf und ausländische Subventionen waren mehr als willkommen. Warum verbündete sich Ludwig XIV. Mit einem Mann, der mit ziemlicher Sicherheit den "Deal" wieder eingehen würde? Mit ziemlicher Sicherheit, weil Friedrich Wilhelm in Europa und insbesondere in Osteuropa einen hohen Stellenwert hatte. Es bestand auch die Möglichkeit, dass Friedrich Wilhelm auch ein langfristiger Verbündeter wurde. Für Ludwig XIV. War es ein Glücksspiel, das sich auszahlt.

Wie wichtig war die Religion für Friedrich Wilhelms Außenpolitik? Das ist schwer einzuschätzen. Er betrachtete katholische Völker sicherlich als Bedrohung für Brandenburg-Preußen, ermutigte aber auch die Katholiken, sich in Brandenburg-Preußen niederzulassen. Er war auch glücklich, sich mit dem katholischen Frankreich zu verbünden, wenn es seinen Absichten entsprach. Als es Friedrich Wilhelm zusagte, verbündete er sich jedoch mit dem lutherischen Schweden, um die Ausbreitung des Katholizismus in Osteuropa abzuschrecken.

Das einzige konstante Thema in Friedrich Wilhelms Außenpolitik war, dass Brandenburg-Preußen über alles stand.

Die beiden logischsten Verbündeten in Osteuropa waren Brandenburg-Preußen und Schweden. Beide waren protestantisch und beide hatten gegen römisch-katholische Nationen gekämpft. Beide Nationen waren jedoch dem anderen gegenüber misstrauisch, so dass sich nie ein bedeutendes Bündnis zwischen den beiden gebildet hat. Tatsächlich führten beide Nationen von 1658 bis 1660 und von 1675 bis 1679 Krieg gegen die anderen. Streitpunkt zwischen Schweden und Brandenburg-Preußen war wie immer Pommern.

Wie deutsch war Friedrich Wilhelm? Er engagierte sich nur dann in deutschen Angelegenheiten, wenn es ihm passte, obwohl er Mark und Cleves in Nordwestdeutschland besaß. Es wäre weitaus zutreffender, Friedrich Wilhelm als Brandenburg-Preußen und nicht als Deutschen zu bezeichnen. Norddeutsche Fürsten betrachteten Friedrich Wilhelm als Beschützer ihrer Religion, aber Friedrich Wilhelm besaß kein nationales Bewusstsein. Der Staat, in dem Friedrich Wilhelm Brandenburg-Preußen verließ, als er 1688 starb, setzte das Siegel darüber, was die Menschen in den kommenden Jahren als germanisch einstufen würden. Noch im Ersten Weltkrieg wurden deutsche Soldaten in Zeichentrickfilmen in preußischen Uniformen dargestellt, als wäre Preußen zu Deutschland geworden. Dabei wurde ignoriert, dass Süddeutschland katholisch und liberaler war als Brandenburg-Preußen jemals zuvor.

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