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Die Rosenberg Task Force

Die Rosenberg Task Force

Der Einsatzstab Rosenberg wurde von Alfred Rosenberg geleitet und von Adolf Hitler beauftragt, Kunstschätze im besetzten Europa aufzuspüren und zu konfiszieren. Rosenberg wurde dabei von Hermann Göring und Feldmarschall Wilhelm Keitel angeleitet, was er erwerben sollte. Rosenberg wurde beauftragt, nach Deutschland „Kulturgüter zu bringen, die Ihnen wertvoll erscheinen und dort zu schützen“. Rosenberg interpretierte seine Aufgabe als freie Hand im besetzten Europa, um für Hitler alles „eigentümerlose jüdische Eigentum“ zu übernehmen. Rosenberg berichtete Hitler über das, was er geplündert hatte. Zwischen Oktober 1940 und Juli 1944 hatte die Rosenberg Task Force geplündert:

21.903 Kunstwerke aller Art wurden in 29 Sendungen mit 137 Güterwagen nach Nazi-Deutschland gebracht.

Es wurden 5.281 Gemälde aufgenommen, darunter Werke von Rembrandt, Goya, Gainsborough und Rubens.

5.825 handgefertigte Objekte wie Porzellan, Bronzen und seltene Münzen.

2.477 antike Möbelstücke.

Allein die geplünderten Kunstschätze aus Frankreich hatten einen Wert von 1 Milliarde US-Dollar, und viele landeten in Görings Wohnungen.

Als Rosenberg nach Kriegsende in Nürnberg vor Gericht stand, verteidigte er sein Vorgehen, indem er erklärte, am Ende des Ersten Weltkriegs seien Immobilien im Wert von 25 Milliarden US - Dollar aus Deutschland abgenommen worden und das, was er während des Krieges getan hatte Krieg war „historische Gerechtigkeit“. Rosenberg sagte auch, dass er durch die Erfüllung seiner Aufgabe das Überleben sehr vieler Kunstwerke sichergestellt habe, die während des Krieges selbst zerstört worden sein könnten. Rosenberg machte deutlich, dass es nie die Absicht gegeben hatte, Göring die Auswahl der geplünderten Kunstschätze zu überlassen. Als Rosenberg gefragt wurde, warum bei Kriegsende einige niederländische Meister bei ihm zu Hause waren, erklärte er, es handele sich um Geschenke an seine Frau, die „eine Leidenschaft für Antiquitäten“ habe.

Juli 2012


Schau das Video: Bill Rosenberg - The independent task force on workplace health and safety (Oktober 2021).