Lauf der Geschichte

Die Rückeroberung der Falklandinseln

Die Rückeroberung der Falklandinseln

Auf den Falklandinseln gab es sechs potenzielle Landepunkte, über die die Leiter der Task Force entscheiden konnten. Sie mussten eine richtige Entscheidung treffen, da sie nur eine Chance für eine erfolgreiche Landung gehabt hätten. Ein Misserfolg hätte zu vielen Opfern an Land und auf See geführt und den gesamten Zweck der Task Force gefährdet.

Die sechs möglichen Landeplätze waren:

1) Port Stanley selbst. Dies war das Hauptquartier der auf den Inseln gelandeten argentinischen Streitkräfte, daher wäre eine erfolgreiche Landung hier entscheidend gewesen. Es wird vermutet, dass dies die bevorzugte Wahl von Premierministerin Margaret Thatcher war. Da das argentinische Militär hier sein Hauptquartier hatte, wäre es ein stark befestigter Stützpunkt gewesen. Es bestand auch die Aussicht, dass viele Zivilisten verletzt und getötet worden wären, wenn eine solche Landung hier durchgeführt worden wäre.

2) Ein zweiter potenzieller Landeplatz war Uranie Bay. Dies war nur 25 Meilen nordwestlich von Port Stanley und Berkeley Sound hätte ein gewisses Maß an Schutz gegen unvorhersehbares Wetter gegeben. Diese Landezone wurde jedoch wegen der Besorgnis über einen Gegenangriff abgelehnt, da die britischen Streitkräfte so nahe an vielen argentinischen Truppen waren.

3) Eine dritte Landezone war Cow Bay nördlich von Berkeley Bay. Dies war weit genug von Port Stanley entfernt, um einen Gegenangriff zu verhindern, da Berkeley Sound in East Falkland einbrach und die Argentinier einen Umweg ins Landesinnere gemacht hätten, bevor sie nach Cow Bay gelangen konnten. Brigadier Thompson soll diese Landezone am meisten bevorzugt haben.

4) Port North auf den Westfalklands wurde ebenfalls als potenzieller Standort angesehen, da dort die Möglichkeit bestand, eine Landebahn zu errichten. Obwohl es anscheinend ein Favorit von Admiral Sandy Woodward war, war Thompson der Ansicht, dass es einfach zu weit von Port Stanley entfernt war und wahrscheinlich eine weitere Landung mit Amphibien über den Falkland Sound erforderlich gewesen wäre, die seine Männer einem Angriff aus der Luft ausgesetzt hätte.

5) Eine fünfte potenzielle Landezone war Low Bay - auf den East Falklands und südwestlich von Port Stanley. Der Strand hier hätte eine einfache Landung ermöglicht, aber die Flachheit des Strandes war laut Thompson auch seine Schwäche, da er seine Männer einem Luftangriff ausgesetzt hätte.

6) Die endgültige Wahl fiel auf San Carlos Bay an der Westseite der East Falklands. Die Hügel rund um die Bucht wären perfekt für die Rapier-Raketensysteme gewesen, die zum Schutz vor argentinischen Kampfflugzeugen benötigt wurden. Die Bucht selbst war erträglich geschützt, was jede Landung erleichtert hätte. Das einzig Negative war, dass San Carlos 65 Meilen von Port Stanley entfernt war. Es sollte jedoch die Wahl von Thompson sein.

Am 20. Mai erhielt Thompson das Codewort "Palpas" aus London - die Freigabe für die Landungen. In den frühen Morgenstunden des 21. Mai 1982 begannen Männer der Task Force in San Carlos Bay zu landen.