Lauf der Geschichte

Wernher von Braun

Wernher von Braun

Wernher von Braun wurde 1912 geboren. Braun ist am meisten mit dem V2-Raketenprogramm im Zweiten Weltkrieg verbunden, und in späteren Jahren war Braun auch mit dem amerikanischen Weltraumprogramm verbunden, das 1969 in der Apollo-11-Mondlandung gipfelte.

Werner von Braun wurde am Berliner Charlottenburg Institute of Technology ausgebildet und studierte dort Ingenieurwissenschaften. Während seines Studiums entwickelte er ein Interesse an Raketen und der sie umgebenden Technologie. Braun war an der Gründung der Deutschen Gesellschaft für Raumfahrt beteiligt, und 1932, nur ein Jahr vor Hitlers Ernennung zum deutschen Kanzler, wurde von Braun von Walter Dornberger als Mann mit Fähigkeiten in der Raketentechnologie identifiziert. Dornberger war Leiter der Forschung und Entwicklung für Feststoffraketen der Bundeswehr. Er rekrutierte von Braun in seine Abteilung. 1934 entwickelte von Braun zwei Raketen, die erfolgreich abgefeuert wurden und eine vertikale Höhe von 1,5 Meilen erreichten.

Dornberger wurde 1937 zum militärischen Leiter des Raketenforschungszentrums in Pennemünde an der deutschen Ostseeküste ernannt. Braun wurde zum technischen Direktor dieser höchst geheimen Basis ernannt. Hier arbeitete er an seinem Traum, eine Rakete zu bauen, die die Erdatmosphäre mit Überschallgeschwindigkeit verlassen würde. Während Braun in Bezug auf die Raumfahrt gedacht haben mag, würde sich aus seiner Arbeit die V2-Rakete entwickeln - eine Waffe von unglaublicher Kraft.

Auf dem Papier wäre eine solche Waffe nach ihrem erfolgreichen Start nicht mehr aufzuhalten gewesen. Die Bedeutung dieser Arbeiten an der V2 war so groß, dass Heinrich Himmler, Chef der SS, die Kontrolle über die Pennemünder Basis übernahm. Er war besorgt, dass Braun mehr an der Raumfahrt interessiert war als an der Entwicklung einer Waffe, die verheerende Auswirkungen auf die Alliierten haben könnte. Im März 1944 verhaftete die Gestapo Braun und er wurde erst freigelassen, als sie davon überzeugt waren, dass er all seine Energie und Fähigkeiten für die Entwicklung der Rakete einsetzen würde, von der Himmler glaubte, dass sie das Kräfteverhältnis im Zweiten Weltkrieg verändern würde. Ironischerweise mag es wohl diese Verhaftung und die Verzögerung der Entwicklung der V2 gewesen sein, die bedeutete, dass die neue Waffe erst lange nach dem D-Day zum Einsatz kam.

Die erste im Zorn abgefeuerte V2 wurde im September 1944 abgefeuert. Über 5.000 V2 wurden in Großbritannien abgefeuert, obwohl nur 1.100 ihr Ziel erreichten. 2.724 Menschen wurden getötet und fast 6.000 verletzt. Die erfolgreiche Invasion in Europa - D-Day - bedeutete, dass die Alliierten die Startplätze ausschalten konnten, während sie in Westeuropa vorrückten. Anstatt sich den Russen zu ergeben, flohen Braun und sein Team nach Westen und ergaben sich der amerikanischen Armee. Braun und vierzig seiner Kollegen wurden nach Amerika gebracht, wo sie ihre Arbeit an Raketen fortsetzten. Ihre Arbeit führte zur Entwicklung der ballistischen Rakete und in diesem Sinne spielte von Braun seine Rolle im Kalten Krieg.

Von Braun konzentrierte sich von 1945 bis 1957 auf ballistische Flugkörper. Als Russland Sputnik im Oktober 1957 in die Umlaufbahn schickte, wechselte er jedoch seine Richtung und konzentrierte sich auf das amerikanische Weltraumforschungsprogramm. Dabei war er äußerst erfolgreich. 1960 übernahm von Braun die Leitung des Marshall Space Flight Centers und entwickelte dort die Saturn-Rakete, die mit der Apollo-Serie von Mondmissionen endete. 1969 landete Apollo 11 auf dem Mond.

Die Welt war durch den Erfolg dieser Mission und durch die Tragödie von Apollo 13 wie gebannt. Spätere Apollo-Missionen erregten jedoch nicht die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit und 1972 kürzte Präsident Richard Nixon mit dem siegreichen Wettlauf um den Mond den Bundeshaushalt über die Weltraumforschung. Aus Protest trat Braun von seinem Amt zurück. Er starb im Juni 1977 an Krebs.

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